Diese Sammlung von losen Texten widmet sich dem Wandel vom Analogen ins Digitale. Die Themen entstammen und entstehen aus dem Umfeld meiner journalistischen Arbeit und meinen speziellen Interessen und Neigungen. Dazu gehören analoge und vor allem digitale Medienformate. Im Jahre 1984 wurde meine Arbeitswelt maschinenlesbar. Ich hatte mir meinen ersten Rechner(1) zugelegt. Bereits zwei Jahre später sammelte ich Erfahrungen mit einem 2400-Baud-Modem in Mailbox-Netzwerken, wie FIDO, Maus- oder Z-Netz(2). Den ersten Kontakt mit dem Internet bekam ich 1993 während einer Reportagereise im australischen Perth. Das hatte mein Leben schlagartig und nachhaltig verändert - und tut es immer noch. Allerdings hat sich die Euphorie der frühen Jahre mittlerweile in einen skeptisch-aufgeklärten Optimismus verändert. Muss das Analoge wirklich bedingungslos ins Digitale? Sind die Spielregeln dieser Wandlung noch gestaltbar? Schauen wir mal.

„Digital entkernt, wird jedes Ding zum Gespenst seiner selbst. Wenn sich alles auf die 0 und die 1 reduzieren lässt, ist die Welt nichts als ein Symptom jener unbewussten Gedankenkraft, die alles bewirkt.“(3)

(1)Schneider CPC 464

(2)Mailbox (Computer)

(3)Philosophie der Maschine / Martin Burckhardt 2018

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